Wie man an Silvester ein Feuerwerk fotografiert

Wie man an Silvester ein Feuerwerk fotografiert

So mancher Amateur Fotograf wünscht sich irgendwann einmal, ein Feuerwerk zu fotografieren. Auch oder vor allem an Silvester. Dabei git es einiges zu beachten, damit eindrucksvolle Aufnahmen entstehen. Die Vorgehensweise kann geplant werden oder auch dem Zufall überlassen werden.

Doch wer liebt den Zufall?

Die Voraussetzungen, die man braucht

Idealerweise hält man sich in der Feierlaune etwas zurück und kennt seine Kamera und wie man damit umgehen muss.
Die notwenigen Eigenschaften der Kamera sind in wenigen Punkten aufgezählt.

  • manuelle Entfernungseinstellung sollte möglich sein
  • manuelle Einstellung der ISO-Empfindlichkeit sollte möglich sein
  • manuelle Einstellung von Belichtungszeit und Blende sollte möglich sein
  • ein Stativ muss vorhanden sein
  • die Kamera sollte über einen Anschluss für einen Fernauslöser verfügen
  • Aufnahmeformat sollte auf das RAW-Format eizustellen sein

Mehr braucht man eigentlich nicht. Achja, nicht unwichtig ist natürlich die Kenntnis, wo am Himmel was passiert.

Nun ist es gerade in der Silvesternacht nicht planbar wo die meisten farbenprächtigen Raketen ihre Pracht am Himmel entfalten. Der große Vorteil jedoch ist, dass es immer mehr solcher Magazine gibt, die über Sekunden eine ‚Rakete‘ nach der anderen in den Himmel schießen. Dies kann man sich natürlich zu Nutze machen. In wenigen Augenblicken hat man sich orientiert und dann heißt es handeln:

Die Vorbereitungen

In jedem Fall schon mit der Kamera auf dem Stativ nach draußen. Die Einstellungen sollten bereits gemacht sein!
Diese Einstellungen haben sich bei mir bewährt:

  • Belichtungszeit 2-5 Sekunden
  • Blendeneinstellung f8
  • Empfindlichkeitseinstellung auf ISO 100
  • Entfernungseinstellung auf unendlich
  • Aufnahmeformat auf RAW

Eine längere Belichtungszeit macht gerade bei einem Silvesterfeuerwerk keinen Sinn, weil praktisch aus allen Richtungen Feuerwerksexplosionen am Himmel zu sehen sind. Dadurch würde das Bild ‚überfrachtet‘ wirken uns viel unnütze Schweife würden zu sehen sein. Ganz anders wäre dies zum Beispiel bei Feuerwerken von Festen und so weiter. Dort lasse ich den Verschluss auch durchaus mal 20 Sekunden geöffnet. Es ist einfach zum austesten. Je mehr Raketen auf einmal geschossen werden, desto kürzer sollte die Verschlusszeit sein.

Ein Stativ ist auf jeden Fall Pflicht, um scharfe Aufnahmen zu bekommen. Diese wären bei einer Belichtungszeit von mehr als einem Bruchteil einer Sekunde aus der Hand faktisch nicht möglich. Blende 8 hat sich deshalb bewährt, weil damit eine genügende Schärfentiefe zur Verfügung steht. Das bedeutet dass der Bereich in dem alles scharf abgebildet ist ausreichend groß ist.

Zu beachten wäre noch, dass der Standort so gewählt wird, dass die Umgebung dunkel ist. Es macht also keinen Sinn aus einem Zimmer mit normaler Beleuchtung heraus zu fotografieren. Das einfallende Licht würde die Aufnahme unbrauchbar machen. Wenn also aus einem Raum heraus fotografiert werden muss oder soll, unbedingt die Zimmerbeleuchtung ausschalten!

Warum RAW-Format

Das RAW-Format, also Aufnehmen der Rohdaten, speichert die Pixel unbearbeitet auf der Chipkarte auf. Dadurch ist es nachträglich leicht möglich Fehler aller Art zu korrigieren und auch mögliches Rauschen besser zu vermindern. Wenn zudem noch die höchste Aufnahmequalität gewählt ist kann man sehr leicht den richtigen Ausschnitt nachträglich festlegen. Und erst dadurch entstehen wirklich beeindruckende Aufnahmen vom Sylvesternacht-Spektakel.

 

Ich wünsche einen guten Start ins neue Jahr und viel Spaß beim Fotografieren ihrer Silvesternacht

Jürgen

2 Kommentare

  1. Dies ist und bleibt eine interessante Seite und ich bin wirklich erfreut die Home Page über Google entdeckt zu haben.

    Kurzum das ist ein informativer Weblog und ich freue mich
    weiteres zu lesen. Danke vielmals!
    Gruß Aus Dem Süden

  2. Hildergard Braukmann

    Sehe schlechte Beschreibung, nicht Nachvollziehbar.

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